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............................Lichterkette in Gedenken an kleine Engel.........................


An dieser Stelle möchte ich einige Gedanken von Joana Holl vorstellen. Vielleicht fühlt sie die oder der eine oder andere ja auch von ihnen angesprochen.

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Bevor ich Originalgedanken von ihr vorstelle, dieser Spruch vorab:

Die größten Menschen sind diejenigen,
die anderen Hoffnung geben können.
(Aus Frankreich)

Denn in ihrem ganzen Leben hat sie sich diesem Gedanken mit Rat und noch mehr Tat gewidmet.

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Ein Spruch, den sie immer wieder zitierte und der ihr wichtig war, war dieser:

"Kein Wort und keine Tat geht verloren,

alles bleibt und trägt Frucht"

(Carl Hilty)

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Erfüllte Sehnsucht

Ein kleines, überaus zartes Pflänzchen wurde einmal in das Land des immerwährenden Schattens gepflanzt. Dieses anfällige, empfindliche Wesen, das nur im hellen Licht der Sonne leben und sich entfalten kann, hat diese Sonne nie gesehen und verkümmerte. Es konnte sich kaum aufrecht halten, das Köpfchen berührte fast die Erde. Dennoch lebte es. Aber es fühlte, lange konnte es nicht mehr dauern, bis es die letzte Kraft verlor. Und tief im Innern sehnte es sich nach der Sonne, nach ihrem Licht, nach ihrer Wärme – und wurde vor Sehnsucht noch schwächer als es schon war.

Eines Tages war helles Licht an seinem Platz. Gleißendes, helles, aber kaltes Licht. Das Pflänzchen versuchte sich aufzurichten, dem Licht entgegen.
Und es fragte: „Ist das die Sonne?“ Aber es erhielt keine Antwort. Immer und immer wieder stellte es die gleiche Frage: „Ist das die Sonne?“ Doch es erhielt weder Kraft noch konnte es sich in diesem Licht erwärmen noch erhielt es irgend eine Antwort. Nur ein Raunen schien die Luft zu erfüllen. Ein Raunen, ausgelöst durch Hohn und Spott: „Ist das die Sonne? Es gibt keine Sonne. Hat es nie gegeben. Du armes Würmchen. Kannst einem leid tun. Weißt ja nicht einmal, wovon du sprichst. Ha, ha, ha, ha, die Sonne – daß ich nicht lache!“ Und noch mehr dieser bösen Worte vernahm das Pflänzchen.

Und plötzlich war das Licht wieder fort. So plötzlich, wie es erschienen war, und der Schatten schien stärker als er es je vorher war. Das kleine Pflänzchen verzweifelte. Konnte es sein, daß es sich geirrt hatte? Gab es wirklich keine Sonne? Wieso glaubte es so stark, daß es die Sonne doch gebe?
Ach, es werde schon so sein, es gebe keine Sonne, und kraftlos fiel das Pflänzchen in sich zusammen.

Da dauerte den lieben Gott das arme, unglückliche Wesen, und er lenkte die Bahn der Sonne zu dem Platz, da das Pflänzchen war. Dieses bemerkte zunächst nur eine wohlige Wärme, die bis zu seiner kleinen Wurzel drang, dann nahm es das Licht wahr und dann wußte es einfach: „Das ist die Sonne!“
Jetzt brauchte es nicht mehr zu fragen. Das konnte nur die Sonne sein. Und die Wärme gab ihm Kraft. Es richtete sich auf, hob das Köpfchen hoch, der Sonne entgegen, und es war glücklich.
Es nahm ihre Kraft in sich auf bis zum äußersten Faserchen seiner kleinen Wurzel, in jeden Winkel seiner kleinen Blättchen und im ganzen Stengelchen. Mit jedem Tag wurde es stärker und größer. Es richtete sich auf, der Sonne entgegen.

Es wußte, eines Tages werde die Sonne den Platz wieder verlassen, aber sie hatte ihm Kraft gegeben und Glück und die Erfüllung seiner Sehnsucht. Diese Zeit werde es nie mehr vergessen, und wenn wieder die Schatten um das Pflänzchen wachsen, werde es dennoch stark genug sein, um an seinem Platz auszuharren und zu warten auf das
ENDE

(Joana Holl)

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Ein wohl altes Sprichwort, das sie zu zitieren pflegte, war dieses:

"You can guide ten horses to the water, but you can´t make them drink".

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Lec war ein Schriftsteller, der ihr sehr gefiel - dieser Spruch wäre ihr fast vom Herzen geschrieben:

Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mußten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten.
(Stanislaw Jerzy Lec)

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Dies war eines ihrer Lieblingsgedichte - und traf somit wohl ihre Gedanken:


Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.


(Rainer Maria Rilke
Aus: Der neue Conrady)

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Zeitlebens sprach sie davon, daß jedes Lebewesen, ja sogar jede Schneeflocke einzigartig seien - daher füge ich hier mal einen Text von mir ein:

Unverständlich

Die Unterscheidungsmerkmale
der Menschen untereinander
sind vielfältig:

Augen,
Fingerabdrücke,
Sprachschwingungen,
Bewegungsablauf,
Bewegungsart,
Knochenbau,
Zähne.

Auch ihre Gedankengänge,
ihre Gefühle,
die sie haben,
und wie sie mit ihnen umgehen,
sind einmalig verschiedenartig.

Es gibt keinen zweiten Menschen,
bei dem diese Merkmale
deckungsgleich sind.

Jeder ist ein Original.

Und da gibt es noch Menschen,
die all diese
gebündelten Einzigartigkeiten
dem Zufall zurechnen.


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Der mittlere Teil der folgenden Erzählung war wirklich ein Traum -
von JOANA HOLL:

Gedanken in Moll

(Erinnerungen an Olaf)

Kennen Sie Olaf?
Nein, sicher nicht. Olaf war einer meiner besten Freunde. Und natürlich hieß Olaf auch nicht Olaf. Doch das werden Sie besser verstehen, wenn Sie erst einmal gelesen haben, was ich Ihnen nun von ihm berichten will.

Es mag mittlerweile so sechsunddreißig Jahre her sein, da kam Olaf eines Tages zu mir und erzählte, dass er an diesem Morgen mit der Gewissheit aufgewacht sei, nur noch zehn Jahre zu leben. Es war für ihn keine bloße Ahnung, nein, er war felsenfest davon überzeugt. Natürlich glaubte ich ihm nicht, hielt ihm entgegen, er habe bestimmt nur schlecht geträumt, am Abend zuvor einen entsprechenden Film gesehen, vielleicht auch ein seelisches Tief durchzumachen gehabt, das ihm dieses Empfinden nun eingegeben habe.
Olaf aber ließ sich nicht davon abbringen.
Diese Gewissheit habe sich einfach so eingestellt – ohne Zutun all der von mir beschriebenen möglichen Begebenheiten. Mehr noch: Olaf wusste auch ganz genau, dass er nicht durch seine eigene Hand sterben würde; zugleich bedeutete seine Gewissheit für ihn, diese Welt auch sonst nicht vor Ablauf der ihm gesetzten Frist zu verlassen – etwa durch einen Unfall oder gar durch einen Mordanschlag.

Sein Leben wandelte sich in der Folgezeit völlig. Nicht, dass er etwa phlegmatisch geworden wäre, wie man es ja beispielsweise so manchem Krebskranken nachsagt, der erfahren hat, dass er nur noch relativ kurze Zeit zu leben hat. Auch schlug Olaf nun nicht sein ganzes Vermögen auf den Kopf, frei nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut“ – nein, er öffnete sich seinen Mitmenschen.
Für sie da zu sein in der restlichen, ihm verbleibenden Zeit, und bewusst zu leben, jede Kleinigkeit um sich herum wahr zu nehmen und ihrem Wert gemäß zu würdigen - das wurde nunmehr zu seinem Lebensinhalt, zu seiner Art, sein restliches Leben sinnvoll zu verbringen. Vorher war er zwar auch nicht gerade unsozial eingestellt gewesen, aber nun kannte er eigentlich nur noch ein Ich, das sich im Wir wiederfand, das durch das Wir eigentlich erst zu seinem Ich wurde.

Voller Elan ging er nun jeden neuen Tag an, suchte Kontakte, wo immer sich ihm eine Gelegenheit dazu bot, und vertiefte sich in lange und ausführliche Gespräche. Schon bald war die Zahl seiner Freunde und guten Bekannten sprunghaft angestiegen – war er vorher eher eine Art Eremit gewesen, der nur wenige freundschaftliche Beziehungen gepflegt hatte, so war es für ihn nun wichtiger, noch möglichst viele Menschen anzusprechen und ihnen seine Ansichten zu bestimmten Themenbereichen darzulegen oder auch einfach nur zuzuhören, wenn diese ihm von ihren Problemen und Sorgen berichteten.

Natürlich war Olaf jetzt aber auch kein Übermensch geworden – auch er war nach wie vor dem stetigen Wechsel zwischen euphorischen Hochstimmungen und depressionsartigen Zuständen unterworden, dem sich jeder Mensch fügen, dessen Existenz jeder von uns anerkennen muss.

So war er – trotz seiner Gewissheit – aus Verzweiflung eines Tages dem Gedanken doch einmal recht nahe gewesen, seinem Leben mit eigener Hand ein Ende setzen zu wollen.
Während er noch darüber nachgrübelte, auf welche Weise er am besten aus diesem Leben scheiden könnte, befiel ihn plötzlich ein tiefer und fast ohnmachtsähnlicher Schlaf, der ihn dann einen Traum träumen ließ, welcher ihn stark beeindruckte und von dem er mir erst Wochen später erzählte.

+++++++

Ihm träumte, er ging mit einem älteren Herrn eine lange Flucht von Korridoren entlang – nirgendwo war eine Tür, nirgends ein Fenster zu erkennen. Er konnte nicht ausmachen, woher das Licht kam, doch war es hell genug, alles um sich herum erkennen zu können. Plötzlich blieb der Mann neben ihm – der bis dahin kein Wort an ihn gerichtet hatte – stehen, legte seine Hand auf eine bestimmte Stelle an der Wand – und augenblicklich war dort eine Tür zu erkennen, gerade so, als sei sie schon immer dort gewesen.
Nachdem der Mann die Tür geöffnet hatte, konnte Olaf in einen ebenfalls fensterlosen und ebenso eigentümlich beleuchteten Raum sehen, in dem etwa dreißig Menschen – es mussten trotz ihrer bleichen Gesichtsfarbe Menschen gewesen sein – stumm auf einer Bank saßen und die Augen geschlossen hielten.

Der Mann bedeutete Olaf nun, in den Raum zu treten, und kam selbst auch mit hinein. Sobald sie in dem Zimmer standen, schloss sich die Tür und entschwand sogleich auch wieder seinen Augen. Da der Raum nun ebenso tür- und fensterlos war wie die Flure, nahm sich die Atmosphäre mehr als bedrückend aus, zumal niemand ein Wort sagte, kein Laut zu vernehmen war.

„Und hier willst du also bleiben, bis deine reguläre Lebenszeit, die ja ohnehin nur noch knapp bemessen ist, wie du weißt, abgelaufen ist?“ waren die einzigen Worte, die sein Begleiter während seines ganzen Traumes in ernstem Tonfall an ihn richtete.
„...Nein,.... hier will ich nicht bleiben – bitte lass mich wieder hinaus“, bat Olaf daraufhin nur, nicht fähig, auch nur einen Ton mehr herauszubringen.

Der Mann berührte wieder die Wand, die Tür kam sogleich zum Vorschein, öffnete sich und beide traten hinaus auf den Gang.
Im selben Augenblick war die Tür verschwunden.
Sein Begleiter wies nun nur mit seinem Finger in Richtung des Ausgangs, Olaf beeilte sich, aus diesen unheimlichen Räumlichkeiten heraus zu kommen –
und erwachte schweißüberströmt in seinem Bett.

+++++++

Diesen Traum vergaß mein Freund dann auch nie wieder, bis er – genau nach Ablauf der von ihm vorausgesagten zehn Jahre – am 30. September 1979 starb.
Es war ein Unfall gewesen.
Olaf war als Anhalter unterwegs, hatte auch bereits einen freundlichen Autofahrer gefunden, der ihn sogar bis an sein gewünschtes Fahrtziel mitnehmen wollte – da sah mein Freund zufällig eine Gruppe von – ihm bekannten – anderen Anhaltern, denen er sich lieber anschließen wollte.
So stieg er dann wieder aus dem – möglicherweise lebensrettenden – Fahrzeug aus, kaum dass er eingestiegen war, und gesellte sich dieser Gruppe zu.
Im Rückspiegel konnte der freundliche Autofahrer dann gerade noch mitverfolgen, wie ein ihm folgender Fahrzeugführer die Gewalt über seinen Wagen verlor und in die Gruppe hineinfuhr.

Abgesehen von Olaf wurde dabei übrigens – wie durch ein Wunder – niemand ernsthaft verletzt.
Er aber tödlich.





Diesen bekannten Spruch von Friedrich Oetinger hatte Joana stets vor sich an der Wand hängen:

Gott gebe mir

die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann -

und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.

(Friedrich Oetinger, 1702 - 1782)

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Manchmal verflüchtigt sich das Licht um uns,
damit wir es in uns entdecken.
(Ulrich Schaffer)

Dies ist der Text auf einem Poster, das ich von Joana einmal bekommen habe und das noch heute an meiner Wand hängt.

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Wer sich vornimmt, Gutes zu wirken, darf nicht erwarten, daß die Menschen ihm deswegen Steine aus dem Weg räumen, sondern muß auf das Schicksalhafte gefaßt sein, daß sie ihm welche draufrollen.
(Albert Schweitzer, 1875 - 1965)

Albert Schweitzer war seit ihrer Kindheit ein Vorbild für sie. Schon in der Schule antwortete sie auf die Frage, was sie einmal werden wolle: "Wie Albert Schweitzer".
Sie hat in ihrem Leben durchaus erfahren, was Albert Schweitzer mit diesen Worten gemeint hat....
Schließlich ist sie so etwas "wie Albert Schweitzer" geworden...


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Dieser Text kam mir heute (29.10.2005) erst ins Blickfeld - hätte ich ihn Joana zeigen können, hätte sie sicher mit mir überein gestimmt, dass Franz von Sales eine große Wahrheit von sich gegeben hat (auch wenn sie zunächst vielleicht darüber diskutiert hätte):

Dein Kreuz

Gott hat dies,
dein Kreuz,
bevor er es dir schickte,
mit seinen Augen betrachtet,
es durchdacht mit seinem göttlichen Verstand,
es geprüft mit seiner weisen Gerechtigkeit,
es gewogen mit seinen Händen,
ob es nicht einen Millimeter zu lang
oder einen Milligramm zu schwer ist.
Und dann hat er noch einmal auf deinen Mut geblickt
und so kommt es also vom Himmel.

Franz von Sales

(gefunden hier:
http://www.luellemann.de/index.htm)

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In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist,
für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.
(Kurt Tucholsky, 1890 - 1935)

Auf dieses Zitat von Tucholsky wurde ich von meiner Frau hingewiesen - sie meinte, dass Joana dies nur unterstreichen würde, würde sie es lesen.
Und sie hat Recht.

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Eine weitere Traumsequenz, die sie mir einmal erzählte, war folgende:

Ihr träumte, sie sei in einer von hohen, dunklen Bergen umgebenen Schlucht, nirgendwo war ein Ausweg. Alles wirkte bedrohlich auf sie, düster und kalt.
Plötzlich sah sie einen Eingang in einen der Berge, an dessen Ende ein Licht zu sein schien. Sie ging in diesen Eingang hinein - vielleicht schwebte sie auch eher, sie wußte es nicht mehr genau - und je näher sie diesem Licht kam, desto heller, wärmer und strahlender wurde es. Schließlich erblickte sie eine helle, mit vielen Blumen bestandene Sommerwiese, auf der eine Lichtgestalt stand. Sie meinte, es sei wohl Jesus gewesen oder zumindest ein Engel. Sie fühlte sich wohl in dieser Wärme, geborgen und wollte nicht wieder zurück. Doch plötzlich wurde sie von irgend etwas zurückgezogen in den Tunnel -
und erwachte.

Eine andere Begebenheit, die aber kein Traum war, war folgende:
Sie fuhr auf der Autobahn, war müde und erschöpft von einem langen Berufsalltag. Und nickte wohl am Steuer ein.
Plötzlich sah sie vor sich eine hohe Lichtgestalt, die ihr zuwinkte.
Hier aber wollte sie nicht bleiben, sondern wehrte sich und rief ganz laut: "Nein!" "Nein, ich bin noch nicht soweit, ich habe noch etwas zu tun!"
Als sie die Augen aufschlug, war sie in der Zwischenzeit genau an der richtigen Abfahrt abgefahren und befand sich auf dem Heimweg, so, als sei nichts geschehen...

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Noch einmal kommt Albert Schweitzer zu Wort:

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten als ein gesichertes Dasein führen, lieber die gespannte Erregung des Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.

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Ein Spruchsalat aus Kindertagen:

Erstens kommt es zweitens anders drittens als man viertens denkt - denke nie, gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken.... Denn wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst, aber denken tust du nicht.

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Das, was Albert Schweitzer hier zugeschrieben wird, würde auch Joana gesagt haben bzw. hat dies auch getan:

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.

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Sowohl Schriftsteller wie Ausspruch hätten ihr sicher auch gefallen, sie dachte ähnlich:

Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus -
weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.

(Charles- Louis de Montesquieu, frz. Schriftsteller und Philosoph, 1689 - 1755)

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Diesen Text hat mir Joana kurz vor ihrem Tod nahe gelegt - für mich und meine beiden Geschwister:

Ich wünsche Dir viel Glück auf Deiner Reise Songtext

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Auch José Ortega y Gasset gehörte zu ihren Lieblingsschriftstellern - diesen Ausspruch von ihm würde sie voll unterstreichen:

Je mehr wir wissen, desto tiefer schweigen wir
und umso hoffnungsloser vereinsamen wir.

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Bearbeitet zuletzt am 27.01.2008



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