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Achtsam leben



8 Regeln für
mehr Zufriedenheit und seelische Balance
von Pater Anselm Grün

(Neuübersetzung der Seligpreisungen der Bergpredigt


1 Weniger ist mehr
„Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich“
Hier erinnert Anselm Grün an Hans im Glück, der all seine Besitztümer
eintauscht, bis er nur noch zwei Steine mit sich trägt. Als die in einen Brunnen
fallen, ist Hans mittellos, aber unbeschwert, und beginnt vor Freude zu singen.
Eine gute Hans- im Glück- Übung ist der Verzicht. Was wächst dir zu, wenn du
eine Woche lang fastest? Einen ganzen Tag lang schweigst? Einen Tag kreativ
gestaltest, ohne den Fernseher einzuschalten? Oder Geld auszugeben?

2 Gönn dir dein Maß an Zeit
„Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“
Auch nach dem Verlust eines Menschen wird heute schnelles Funktionieren eingefordert. Jeder Mensch braucht zum Abschiednehmen sein eigenes Maß.
Wer nicht trauern kann, wird abgeschlossen vom Potential seiner Seele, er erstarrt. „Depression ist oftmals verweigerte Trauer“, so Anselm Grün.
Nicht nur der Verlust eines Menschen ist Anlass zur Trauer. Vergebene Chancen gehören dazu, falsche Entscheidungen, unterlassene Hilfe.
Rituale können den Prozess begleiten. „Manchen Menschen rate ich, in der Natur ein Symbol für das Verlorene zu suchen, einen Stein oder einen abgebrochenen Ast, diesen zu begraben und danach frischen Samen auf die Erde zu streuen.“

3 Nimm dich an, so wie du bist
„Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben“
Nebenwirkung der Leistungs- und Fitness- Gesellschaft ist ein unbarmherziger Umgang mit sich selbst. Schwäche zu zeigen, Versäumnisse einzuräumen ist verpönt. Ein Irrweg. „Sanft kommt von sammeln“, sagt der Pater. „Alles, was in mir ist, darf sein. Alle Erfahrungen, die ich gemacht habe, sammle ich, denn sie machen mich reich. Ich integriere auch mein Scheitern. Auch das gehört zu mir.“

4 Bleib dir treu
„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden“
Zu den vier Kardinaltugenden der Griechen gehören Klugheit, Tapferkeit, Mäßigung und Gerechtigkeit. Werte und Tugenden, so Anselm Grün, geben dem Leben Stärke und Gesundheit. Ein „Gerechter“ tritt auch dafür ein, dass der Mensch neben ihm aufrecht gehen kann. Wer sich im aufrechten Gang übt, wird auch andere achten. Gerecht heißt nicht, selbstgerecht zu sein, sondern ein Ziel außerhalb der eigenen Person zu suchen.
Ich trete für einen Überstundenausgleich in meiner Firma ein, verwahre mich im Elternrat dagegen, dass ein Schüler vom gemeinsamen Kinobesuch ausgeschlossen wird, weil seine Mutter das Ticket nicht bezahlen kann.

5 Denke großzügig
„Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“
Wir alle tragen in uns einen unbarmherzigen Richter, der alles zensiert, was wir tun. War ich gut genug, hab ich auf der Konferenz gepunktet oder mich womöglich blamiert? Allzu strenge Selbstzensur führt zu krankhafter Selbstzerfleischung. „Ich gehe davon aus, dass jeder ein verletztes Kind in sich trägt“, sagt Pater Anselm Grün. „Mit diesem verletzten Teil in mir muss ich barmherzig umgehen.“ Wer sich immer im Griff haben will, der rastet garantiert irgendwann aus, wer alles kontrollieren will, dem gerät sein Leben außer Kontrolle.
Bewerte nicht. Rechne nicht kleinlich auf, wer dir noch einen Gefallen, eine Einladung oder einen Anruf schuldig ist.
Das Leben hat kein Soll- und Haben- Konto, du bist nicht als Buchhalter hier.

6 Sei klar und aufrichtig
„Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen“
Je mehr Verantwortung ich habe, desto wichtiger ist es, dass ich mich nicht in Intrigen hineinziehen lasse, sondern dass von mir Klarheit ausgeht. Mit lauteren Menschen bin ich gern zusammen. Da brauche ich mich nicht zu verstellen, muss nicht ständig Verrat wittern.
Es macht mein Denken und Fühlen eng, wenn ich anderen schlechte Absichten unterstelle und grundsätzlich auf Abwehr gepolt bin.
Anselm Grün ist der Ansicht, dass auch Manager von Unternehmen mit Anstand und Redlichkeit Gewinne erzielen. Mehr noch: Wer mit seiner Marke in einem globalisierten Markt bestehen will, wird zukünftig auch an seiner ethischen Kompetenz gemessen. In einer verrotteten Gesellschaft kann keiner Geschäfte machen.

7 Vermittle souverän
„Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden“
Das lateinische Wort „pax“, Frieden, bedeutet Friedensverhandlungen führen.
Ich kann Frieden mit mir selber halten, kann mit meiner Ungeduld verhandeln, mein aufbrausendes Temperament zügeln. Und ich kann mich darin üben, nach außen zu vermitteln.
Frieden stiften heißt nicht, krampfhaft zu harmonisieren. Dann schwelt es unter der Decke weiter. Wichtig ist, dass jede Partei Raum bekommt. Oft stecken verletzte Gefühle hinter einem Streit: Einer fühlt sich zurückgesetzt, einer überlastet. Wenn ich zuhöre, statt vorschnell zu werten, verliert der Streit seinen Stachel.
Gute Friedensstifter entwickeln Phantasie darin, den Streit auf eine andere Ebene zu heben. Und sie achten darauf, dass jeder mit erhobenem Kopf den Schauplatz verlässt.
Eine klassische Win- Win- Situation üben schon Kinder: Einer darf das Kuchenstück in zwei gleiche Teile teilen, der andere zuerst wählen.
Eine gerechte Lösung liegt also in beider Interesse.

8 Verwandle Krisen in Chancen
„Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich“
Was immer an Rückschlägen oder Konflikten auf uns einstürmt – wir sind nicht zwangsläufig Opfer, sondern können uns fragen: Worin liegt der Ansporn?
Der griechische Kirchenvater Gregor von Nyssa sagt:
„Was mich verfolgt, bringt mich näher zum Ziel.“
Krankheit kann mich motivieren, meine Ernährung umzustellen. Eine Mobbing- Situation den letzten Anstoß geben, den Job oder die Stadt zu wechseln.

Was mich bedrängt, schiebt mich zu meiner Kraftquelle, in einen Raum, in dem ich unverletzlich bin.
Viele Künstler fanden erst durch Rückschläge zu ihrem Durchbruch.
Die Mexikanerin Frida Kahlo, durch einen Unfall zeitlebens behindert, befreite sich malend aus dem Korsett ihrer Krankheit.

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Angela Meyer- Barg, in der HÖRZU Nr. 13, vom 23.03.2007, Seite 17-19
Buchempfehlung in diesem Zusammenhang: Verwandle deine Angst, Anselm Grün weist einen Weg aus dem Gefängnis der Angst zu mehr Lebendigkeit, Herder, 159 S.,
16,90€



bearbeitet zuletzt am 08.04.2007



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