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Begehre nicht, dass das, was geschieht,
nach deinem Gutdünken geschehe,
sondern halte für gut, wie es geschieht,
und du wirst glücklich leben.
(Epiktet, um 50 - um 138)






Von einem, der auszog, seinen Frieden zu finden

Es war einmal ein Mensch, der wuchs in einem ruhigen, wohlhabenden Elternhaus auf. Er hatte liebevolle Eltern, Geschwister, mit denen er sich gut verstand, gute Freunde und überhaupt alles, was er sich wünschte. Nur eines hatte er nicht: seinen Frieden.
So beschloss er eines Tages, sich aufzumachen und in die Welt zu ziehen, um seinen Frieden zu suchen. Und so zog er los.

Zuerst kam er in eine große Stadt. Dort wohnten viele, viele Menschen. Als er bemerkte, wie viele Menschen in der Stadt lebten, sagte er sich:
„Die Menschen müssen hier sehr glücklich sein, sonst würden hier wohl nicht so viele leben. Und es werden ja auch von Tag zu Tag mehr. Wenn sie alle hier ihren Frieden finden, kann ich es bestimmt auch. Ich werde hier bleiben.“
Und er suchte sich eine Wohnung und eine Arbeit und begann, in der Stadt zu leben. Er arbeitete bis spät am Abend, leistete, was er konnte, kaufte sich bald ein Auto, dann ein Haus, wurde befördert, arbeitete noch mehr. Bis er wirklich alles hatte, was man sich kaufen kann. Nur seinen Frieden hatte er nicht.
Da besann er sich eines Tages, warum er gekommen war und dass er das, was er gesucht hatte, nicht gefunden hatte. Und er zog abermals hinaus.

So gelangte er in ein kleines Dorf. Und als er sah, wie gesund und gelassen die Menschen dort aussahen, sagte er sich:
„Hier ist alles ganz anders als in der Stadt. Hier haben die Menschen noch Zeit und arbeiten nicht nur für Geld, sondern für ihr gemeinsames Wohlergehen. Einer hilft dem anderen. Hier möchte ich bleiben.“
Und er zog in ein kleines Haus und erlernte einen Beruf, der ihm sinnvoll erschien: er wurde Arzt, eröffnete eine Praxis und machte die kranken Menschen, die zu ihm kamen, wieder gesund. Und alle achteten ihn.
Aber eines Tages starb einer seiner Patienten durch seine Schuld, und alle wandten sich gegen ihn und er stellte fest, dass sie ihn nur in seiner Funktion und Tätigkeit als Arzt geschätzt und geachtet hatten. Und er bemerkte, dass es allein dieses Ansehen gewesen war, weswegen er nicht daran gedacht hatte, warum er gekommen war: Denn er hatte immer noch nicht seinen Frieden gefunden.

Und wieder machte er sich auf die Suche und zog in die Welt. Dabei gelangte er zu einer kleinen Hütte. Zaghaft klopfte er an und trat ein. Und er erblickte ein Mädchen, das mitten im Raum saß und Klavier spielte. Augenblicklich verliebte er sich in das Mädchen, und das Mädchen verliebte sich in ihn. Und er sagte sich:
„Mit diesem Mädchen zu leben muss etwas Wundervolles sein, bei ihr könnte ich glücklich werden. Hier möchte ich bleiben.“
Und er baute für sie beide einen Tisch und ein Bett und sie lebten miteinander und teilten alles miteinander und sie liebten sich. Und jeder Tag, den sie miteinander verbrachten, war wunderschön. Aber manchmal, wenn sie schlief, fragte er sich doch, wofür er lebe und wer er sei. Und als sie einmal ein paar Tage nicht da war, stellte er fest, dass er auch in diesem seinem Heim seinen Frieden noch nicht gefunden hatte.
Und abermals zog er hinaus.

Diesmal gelangte er in einen tiefen Wald. Er ging und ging und schließlich setzte er sich auf einen Stein und dachte nach. Und als er feststellte, dass er bei keinem anderen Menschen seinen Frieden gefunden hatte, sagte er zu sich:
„Warum suchst du immer bei den anderen? Bist du nicht einfach nur du selbst und kannst also nur dann deinen Frieden finden, wenn du eben einfach nur dein eigenes Leben lebst?“
Und er machte sich ein Lager und lebte fortan im Wald, ernährte sich von allem, was er gerade fand oder geschenkt bekam und tat und ließ im übrigen nur das, was er selbst gerade wollte.
Aber eines Tages, als er einmal absolut nicht wusste, was er tun sollte, bemerkte er, wie leer sein Leben doch geworden war und dass er von seinem Frieden noch nie so weit entfernt gewesen war. Als er dies erkannte und die Sinnlosigkeit seines ganzen bisherigen Lebens sah, packte ihn die Verzweiflung: er sprang auf und rannte los.

Und er rannte und rannte, durch den ganzen Wald, durch Felder, über Berge und durch Täler und in seiner Verzweiflung merkte er nicht einmal, wohin er rannte. Schließlich aber brach er völlig entkräftet zusammen und versank in einer tiefen Ohnmacht. Als er wieder zu sich kam, sah er voller Entsetzen, dass er sich mitten in der Wüste befand. Er wusste nicht einmal, in welche Richtung er gehen musste, um das für ihn so lebensnotwendige Wasser zu bekommen. Und nachdem er die Ausweglosigkeit seiner Situation erkannt hatte, sagte er sich:
„Nun hast du dein ganzes Leben über nach deinem Frieden gesucht und hast ihn nicht gefunden. Aller Sinn, den du deinem Leben aberlangt hast, scheitert nun an deinem Tod.
Du bist eben nichts als ein Haufen vergängliches Leben und bald sogar nur noch dessen Asche. Wozu bin ich nur geboren?

Und er fiel abermals in Ohnmacht. Aber als er erwachte, war es tiefschwarze Nacht.
Plötzlich jedoch sah er das Licht. –
Und das Licht leuchtete in der Finsternis –
Und Gott durchleuchtete seinen Körper und seinen Geist und er schien ihm in sein Herz und erwärmte ihn.
Und ein tiefer, weiter Friede breitete sich in ihm aus.
Und er stand auf und ging zurück und ging durch den Wald in seine Hütte, in sein Dorf, in seine Stadt und in sein Elternhaus
und der Friede Gottes ging mit ihm.

(Martina Grebe, 03.02.1983)


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Ich schicke Dir meine Gedanken, die Dich begleiten sollen und Dich entführen sollen in ein Land, in dem der Geist frei wandern kann. Wandern in die Höhe und Tiefe, in die befreiende Einsamkeit einer Wüste, in das Glücksgefühl der Lüfte und in die Wärme des Feuers.
Ich wünsche Dir, dass Deine Gedanken sich jeweils den Ort aussuchen, nach dem sie bedürfen. Lass sie mal Urlaub machen, lass sie ziehen, wonach sie sich sehnen.

(B.)

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Lass mich anderen dienen
ohne Aufdringlichkeit,
lass mich anderen helfen,
ohne sie zu demütigen.
(Huub Osterhuis)

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Die Quelle

Eine große Dürre war über das Land gekommen. Zuerst vertrocknete das Gras. Dann gingen Büsche und Sträucher ein. Kein Regen kam, und auch der Morgen brachte keinen erfrischenden Tau. Die Trockenheit nahm kein Ende. Sogar die größten und stärksten Bäume, die tief im Erdreich wurzelten, verloren ihre Blätter. Alle Quellen und Brunnen, alle Bäche und Flüsse vertrockneten.

Wie durch ein Wunder war eine einzige Blume am Leben geblieben; eine winzige Quelle spendete ihr noch ein paar Tropfen Wasser. Aber die kleine Quelle war verzweifelt. Sie sagte: "Alles vertrocknet, verdurstet und stirbt um mich herum. Ich kann daran nichts mehr ändern. Wozu soll ich noch die paar Tropfen aus der Erde holen?"

In der Nähe stand ein kräftiger alter Baum. Er hatte die Klage der Quelle gehört und sagte zu ihr:
"Keiner erwartet von dir, dass du die ganze Wüste vor dem Verdursten rettest. Deine Aufgabe ist es, dieser einen kleinen Blume das Leben zu erhalten."

(Nach einem afrikanischen Märchen;
Neukirchner Kalender vom 29.01.2001)

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Über alles Geistige und Intellektuelle,
über Philosophie und Theologie erhaben
ist die Hilfsbereitschaft von Mensch zu Mensch -
die Aufgabe, Bruder zu sein.
(Albert Schweitzer;
erhalten von Margot Weisbach)

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Durch deine einmalige Sicht
gibst du der Welt einen Sinn.
Der Sinn, den andere gefunden haben,
ist nicht unbedingt dein Sinn.
Die Stimme, die dich ins Leben gerufen hat,
hat dir befohlen,
deiner Sicht der Welt nachzugehen.
Unaufhaltsam.
(Ulrich Schaffer, Weil du einmalig bist, Kalender,
Kaufmann- Verlag 2005)

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Ich war noch niemals in New York (Udo Jürgens)

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Und nach dem Abendessen sagte er,
lass mich noch eben Zigaretten holen geh'n,
sie rief ihm nach nimm Dir die Schlüssel mit,
ich werd inzwischen nach der Kleinen seh'n,

er zog die Tür zu, ging stumm hinaus,
ins neon-helle Treppenhaus,
es roch nach Bohnerwachs und Spießigkeit.
und auf der Treppe dachte er, wie wenn das jetzt ein Aufbruch wär,
ich müsste einfach geh'n für alle Zeit,
für alle Zeit...

Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii,
ging nie durch San Franzisko in zerriss'nen Jeans,
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei,
einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n.

Und als er draußen auf der Straße stand,
fiel ihm ein, dass er fast alles bei sich trug,
den Pass, die Euroschecks und etwas Geld,
vielleicht ging heute Abend noch ein Flug.

Er könnt' ein Taxi nehmen dort am Eck oder Autostop und einfach weg,
die Sehnsucht in ihm wurde wieder wach,
nach einmal voll von Träumen sein, sich aus der Enge hier befrei'n,
er dachte über seinen Aufbruch nach,
seinen Aufbruch nach...

Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii,
ging nie durch San Franzisko in zerriss'nen Jeans,
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei,
einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n.

Dann steckte er die Zigaretten ein und ging wie selbstverständlich heim,
durchs Treppenhaus mit Bohnerwachs und Spießigkeit,
die Frau rief "Mann, wo bleibst Du bloß, Dalli-Dalli geht gleich los",
sie fragte "War was?" - "Nein, was soll schon sein."

Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii,
ging nie durch San Franzisko in zerriss'nen Jeans,
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei,
einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n.

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zuletzt bearbeitet am 20.12.2007

 

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